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Zentrum für Lehrerbildung

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Vorbereitungsdienst (Referendariat)

Zweiter Ausbildungsabschnitt

 

Überblick

Auf dieser Seite wird der Ablauf des Vorbereitungsdienstes (Referendariat) grob beschrieben. Details zum Bewerbungsverfahren finden Sie hier. Die derzeit gültige Verordnung des Kultusministeriums über den Vorbereitungsdienst und die Zweite Staatsprüfung für die Laufbahn des höheren Schuldienstes an Gymnasien (APrOGymn) vom 10. März 2004 und ein Wegweiser für den 18-monatigen Vorbereitungsdienst erhalten Sie vom Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung Karlsruhe

Nach dem Abschluss der Wissenschaftlichen Prüfung findet die weitere Ausbildung außerhalb der Universität statt. Jedes Jahr beginnt nach den Weihnachtsferien (um den 6. Januar) ein neuer Kurs des Vorbereitungsdienstes. Dieser dauert 19 Monate und findet an einem der Staatlichen Seminare für Didaktik und Lehrerbildung (im folgenden kurz Seminar genannt) und an einer Ausbildungsschule statt.

Das Referendariat gliedert sich grob in vier Bereiche:

  • Kompaktphase am Seminar,
  • Begleitende Veranstaltungen am Seminar,
  • Begleiteter Unterricht an der Ausbildungsschule,
  • Selbstständiger und begleiteter Unterricht an der Ausbildungsschule,
  • Elemente der zweiten Staatsprüfung.

Diese Bereiche sind zeitlich allerdings nicht vollständig zu trennen. Insbesondere die Elemente der zweiten Staatsprüfung sind auf einen längeren Zeitraum verteilt.

 

 

Kompaktphase am Seminar

Der Vorbereitungsdienst beginnt mit einer dreiwöchigen Kompaktphase am Seminar. Dort wird eine Art "Grundausbildung" in Pädagogik, Psychologie, Schul- und Beamtenrecht und Fachdidaktik vermittelt. Danach sind die Referendarinnen und Referendare in der Lage, mit ihrer Unterrichtserfahrung zu beginnen.

 

 

Begleitende Veranstaltungen am Seminar

Während beider Ausbildungsabschnitte finden parallel zu den Veranstaltungen der Schule auch Veranstaltungen am Seminar statt. Behandelte Themen sind dort:
  • Pädagogik und Pädagogische Psychologie
  • Didaktik der Ausbildungsfächer
  • Schulrecht, Beamtenrecht, sowie schulbezogenes Jugend- und Elternrecht.

Darüber hinaus finden Unterrichtsbesuche durch die Ausbilderinnen und Ausbilder statt.

 

 

Der erste Ausbildungsabschnitt an der Schule

Das erste Halbjahr des Referendariats wird als der erste Ausbildungsabschnitt bezeichnet. Es handelt sich dabei um das zweite Schulhalbjahr. Hier wird im wesentlichen begleiteter Ausbildungsunterricht geleistet.

Alle Unterrichtsstunden werden im Beisein einer Ausbildungslehrerin oder eines Ausbildungslehrers gehalten. In der Regel findet sowohl eine Vor- als auch eine Nachbesprechung der Unterrichtsstunde statt. Der zeitliche Umfang beträgt hierbei acht bis zehn Unterrichtsstunden, wobei hier auch sogenannte Hospitationsstunden mitgerechnet sind, die durch die Ausbildungslehrerin oder den Ausbildungslehrer gehalten werden.

Insgesamt sind im ersten Abschnitt 60 eigenständig unterrichtete Unterrichtsstunden in allen Stufen des Gymnasiums nachzuweisen.

 

 

Der zweite Ausbildungsabschnitt an der Schule

Im zweiten Ausbildungsabschnitt halten die Referendarinnen und Referendare eigenständigen Unterricht in Form eines selbstständigen Lehrauftrags von mindestens neun und höchstens elf Wochenstunden. Dazu kommen noch ein bis drei Wochenstunden begleiteter Ausbildungsunterricht.

Im zweiten Ausbildungsabschnitt wird auch die Dokumentation einer Unterrichtseinheit (DUE) angefertigt. Hierbei handelt es sich die Dokumentation der Vorbereitung, Durchführung und Reflexion einer Unterrichtseinheit mit einem zeitlichen Umfang von etwa acht Wochenstunden.

 

 

Die Zweite Staatsprüfung

Zur Zweiten Staatsprüfung gehören:
  • Mündliche Prüfung in Schulrecht, Beamtenrecht sowie schulbezogenem Jugend- und Elternrecht. Die Prüfung findet zu Beginn des zweiten Ausbildungsabschnitts (Mitte September) statt und dauert 20 Minuten. Die erzielte Note geht nicht in die Gesamtnote ein.
  • Beurteilung der Dokumentation einer Unterrichtseinheit mit Präsentation. Die DUE ist am 1. Schultag nach Weihnachten abzugeben. Die Präsentation der DUE findet im April direkt vor dem fachdidaktischen Kolloquium im betreffenden Fach und dauert etwa 20 Minuten. Die erzielte Note wird sechsfach gewichtet (20%)
  • Mündliche Prüfung in Pädagogik und Pädagogischer Psychologie. Die Prüfung findet im März statt und dauert etwa 30 Minuten. Die erzielte Note wird dreifach gewichtet (10%)
  • Beurteilung der Unterrichtspraxis in den Ausbildungsfächern (je eine Lehrprobe). Die beiden Lehrproben finden im März und April / Mai statt. Im Due-Fach wird die Prüfung in der Regel durch einen Fremdprüfer vorgenommen, im Nicht-Due-Fach durch den Ausbilder. Jede Lehrprobe wird dreifach gewichtet (insgesamt 20%). Bei einer Drei-Fach-Kombination findet die dritte Lehrprobe im Dezember statt. In diesem Fall werden alle Lehrproben nur zweifach gewichtet (insgesamt auch 20%).
  • Fachdidaktische Kolloquien in den Ausbildungsfächern (je eine mündliche Prüfung). Das Kolloquium findet entweder direkt an die Präsentation der DUE oder nach einer Pause von etwa 60 Minuten nach der Lehrprobe statt und wird jeweils dreifach (Drei-Fach-Kombination zweifach) gewichtet (insgesamt 20%).
  • Beurteilung des Schulleiters der Ausbildungsschule. Die Beurteilung des Schulleiters der Ausbildungsschule ist die am meisten gewichtete Einzelnote. Sie wird neunfach gerechnet (30%).

 

 

Die Leistungsziffer

Grundlage für die Übernahme in den Schuldienst ist die sogenannte Leistungsziffer. Sie berechnet sich derzeit (Stand: Februar 2008) nach folgender Formel:

Leistungsziffer = 20 * Note Wissenschaftliche Prüfung + 20 * Note Zweite Staatsprüfung

Somit liegt die Leistungsziffer zwischen 40 und 160, wobei eine kleinere Leistungsziffer günstigere Einstellungschancen verspricht