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House of Competence (HoC)

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Planning Grant der VW-Stiftung zum Thema „Künstliche Intelligenz – Ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft von morgen“ bewilligt

KI

 

Gemeinsam mit einem interdisziplinären Team mehrerer Institute ist es Wissenschaftlerinnen am HoC gelungen, einen Planning Grant bei der VW-Stiftung einzuwerben.

Mit der Förderlinie „Künstliche Intelligenz – Ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft von morgen“ zielt die VW-Stiftung im Kern auf gemeinsame, integrative Forschungsansätze der Gesellschafts- und Technikwissenschaften. Vor dem Hintergrund der unter dem Begriff ‚Künstliche Intelligenz‘ stattfindenden Entwicklungen sollen ausgehend von Gegenwartsdiagnosen neue Sichtweisen und Erkenntnisse mit Blick auf die Zukunftsgestaltung der Gesellschaft wie auch der Technologie ermöglicht werden. Hierbei sollen neuartige Projektkonstellationen und interdisziplinäre Zusammenarbeit für ein wissenschaftliches wie gesellschaftlich hoch relevantes Thema ermöglicht und durch die entsprechenden Perspektivenwechsel zu neuen Sichtweisen und Lösungsansätzen erreicht werden.

 

Das Team, an dem die Forscherinnen von Lernlabor und Methodenlabor des HoC beteiligt sind, arbeitet dabei zum Thema „KI in der Medizin – Die Bedeutung neuer Technologien für Wirklichkeitsdeutungen, Verantwortungen und Wissensbestände im Interaktionsdreieck von Patient*innen, Ärzt*innen und Entwickler*innen“.

 

Das Vorhaben gründet auf der Einsicht, dass mit der Entwicklung und Implementierung von neuen Technologien nicht nur tatsächliche und erhoffte Verbesserungen der individuellen Gesundheit und des gesellschaftlichen Gesundheitssystems einhergehen, sondern sich die technischen Veränderungen auch auf die Wahrnehmungen und Deutungen und auf das Verhalten und das soziale Handeln der beteiligten Akteure und Akteursgruppen auswirken. Sie stellen die Handelnden vor neue berufliche und persönliche Herausforderungen und verändern Kommunikationssituationen und Rollenverständnisse im Wissenschaftssystem wie auch im sozialen Alltag. Die zunehmende Implementierung von KI als essentiellem Bestandteil der Medizintechnik lässt dabei veränderte Problemwahrnehmungen, Deutungsoptionen und Erwartungshaltungen im Interaktionsdreieck von Patient*innen, Ärzt*innen und Entwickler*innen erwarten.

 

Während der nun zunächst einjährigen Förderphase soll gemeinsam der Antrag auf einen Full Grant zur Realisierung eines mehrjährigen Forschungsprojekts erarbeitet werden.

In dessen Rahmen sollen dann Wahrnehmungen, Deutungen und Erwartungshaltungen im Interaktionsdreieck von Patient*innen, Ärzt*innen und Entwickler*innen empirisch erhoben, analysiert und typologisch beschrieben werden. Dies soll aufbauend auf den Einsichten der wissenschaftssoziologischen Laborforschung sowie auf der Grundlage von empirischen Analysen im betrachteten Interaktionsdreieck geschehen. Über das Format des ‚Reallabors’ sollen innovative methodische Wege eingeschlagen und neue empirische Sichtweisen und analytische Einsichten gewonnen werden. Als Ergebnis wird die Entwicklung eines Kompendiums zur Handlungsorientierung der beteiligten Akteure und Akteursgruppen angestrebt.

 

Forschungskonsortium:

  • PD Dr. Frank Giordano, Dept. of Radiation Oncology and Radiation Therapy, University Medical Center Mannheim (UMM), Heidelberg University
  • M. Sc. Sabrina Alves Ferreira (ehem. Golz), House of Competence, Karlsruhe Institute of Technology
  • Prof. Dr. Jürgen W. Hesser, Data Analysis and Modeling in Medicine, Mannheim Institute for Intelligent Systems in Medicine (MIISM), Interdisciplinary Center for Scientific Computing (IWR), Central Institute for Computer Engineering (ZITI), Heidelberg University
  • Dr. Alexa Maria Kunz, House of Competence, Karlsruhe Institute of Technology
  • Prof. Dr. Ines Langemeyer, Institute of Vocational Education & General Pedagogy, KIT
  • Dr. phil. Simone-Nadine Löffler, House of Competence, Karlsruhe Institute of Technology
  • Prof. Dr. Werner Nahm, Institute of Biomedical Engineering, Karlsruhe Institute of Technology (Leitung)
  • Prof. Dr. Jürgen Raab, Institute for Cultural and Social Sciences, Dep. of Sociology, University of Koblenz-Landau
  • Dr. Marija Stanisavljevic, Institute for Cultural and Social Sciences, Department of Sociology, University of Koblenz-Landau
  • Prof. Dr. med. Andreas Umgelter, Vivantes-Humboldt-Klinikum, Berlin

 

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