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House of Competence (HoC)

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Straße am Forum 3
Geb. 30.96
76131 Karlsruhe

Telefon: +49 721 608 45432
Telefon: +49 721 608 45245

 

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MethodenLABOR - Konzept

 

Vom Experteninterview im Rahmen strategischer Planungen über die Gruppendiskussion zur Ermittlung von Kundenwünschen bis hin zur ethnographischen Forschung im Zuge einer Stadt- oder Regionalentwicklung: Das in den Sozialwissenschaften entwickelte Methodenrepertoire findet in zahlreichen Disziplinen Anwendung und so genannte ‚qualitative’ Verfahren werden sowohl im wissenschaftlichen Forschungskontext als auch im außeruniversitären Berufsalltag eingesetzt, um relevante Informationen über einzelne Personen, Gruppen oder Organisationen zu gewinnen. 
Das Methodenlabor am House of Competence ermöglicht daher Studierenden aller Fachrichtungen, sich mit Erhebungs- und Auswertungsverfahren v.a. der nicht-standardisierten empirischen Sozialforschung vertraut zu machen, diese selbst zu erproben und zu reflektieren. Zielgruppe sind alle Studierenden am KIT, z.B.:

 

  • Studierende mit grundsätzlichem Interesse an empirischem, v.a. nicht-standardisiertem Arbeiten
  • Studierende, die beispielsweise im Zuge ihrer Qualifikationsarbeit eine Forschungsfrage bearbeiten
  • Studierende, in deren angestrebtem Berufsfeld nicht-standardisierte Untersuchungsmethoden Anwendung finden.


Das Methodenlabor besteht aus vier Arbeitsbereichen

 

  1. Seminare und Workshops u.a. als Angebot im Bereich der Schlüsselqualifikationen am HoC
  2. Offene Präsenzberatung zu grundsätzlichen Fragen eines nicht-standardisierten Forschungsprozesses
  3. Verleih von Materialien zur nicht-standardisierten Datenerhebung (Audio- und Videoaufnahmegeräte, Transkriptionssoftware, Fußschalter etc.)
  4. Forschungen zum Einsatz von (neuartigen) Methoden sowie zur Methodenlehre

 


Das Lehr und Beratungsangebot wird durch Forschung ergänzt, mit den Annahmen, Prämissen und Verfahrensweisen auf den Prüfstand gestellt werden, von deren Richtigkeit und Angemessenheit in der Methodenlehre explizit oder stillschweigend ausgegangen wird.
Die enge Verbindung von Forschung und Lehre wird auch in der Gestaltung des Beratungsangebots sichtbar. Studierende haben hier die Möglichkeit, ein für ihr exploratives Untersuchungsinteresse adäquates Forschungsdesign zu entwickeln, Kriterien für die Auswahl hierfür geeigneter Methoden zu erkennen und Verfahren der Datenerhebung, der Datenanalyse und Ergebnispräsentation zu erproben und zu reflektieren. Anhand der Untergliederung eines Forschungsprozesses in Einzelschritte erwerben sie die Voraussetzungen für eine selbständige Arbeitsplanung und die Fähigkeit zu einem methodisch systematischen Vorgehen. Methodisches Vorgehen muss immer als ein systematisches, nicht schematisches Vorgehen betrachtet werden. Die Entwicklung von Methodenkompetenz kann daher nur in der praktischen Auseinandersetzung mit dem Gegenstand entwickelt werden. Die schließt eine bloße Vermittlung von Wissen aus und macht es nötig, dass der Lehrende selbst aktiv in der Forschung tätig ist da eine eigene Forschungsfrage und die Suche nach empirischen Antworten die wesentlichen Voraussetzungen dafür sind zu vermitteln, wie sich Strategien entwickeln lassen um die immer unvorhersehbare Dynamiken des Forschungsprozesses erkenntnisorientiert bewältigen zu können.

 

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