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House of Competence (HoC)

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Straße am Forum 3
Geb. 30.96
76131 Karlsruhe

Telefon: +49 721 608 45432
Telefon: +49 721 608 45245

 

Unsere Themen

Unser Angebot im Schwerpunkt 5 konzentriert sich auf 5 Themenfelder:

 

  • Selbstbestimmung auf dem Weg in den Beruf
  • Erfahrungen am Lernort (Berufs-)Praxis
  • Ehrenamt und gesellschaftliche Verantwortung
  • Gelingende Lebensgestaltung
  • Fachübergreifendes Orientierungswissen: Grundlagen der Gegenwart – Herausforderungen der Zukunft

 

Unsere Kurse bieten wir entweder als Seminar (im Blockformat oder als semesterbegleitende Kurse) oder in Modulen an, in denen die Studierenden aus verschiedenen Workshops auswählen können. Im Themenfeld Grundlagen der Gegenwart – Herausforderungen der Zukunft wollen wir verstärkt online-basierte Bestandteile integrieren.

ECTS-Punkte können entweder in den Einzelkursen oder durch den Besuch mehrerer Workshops in den jeweiligen Modulen erworben werden. Die Studierenden, die in dem Modul ECTS-Punkte im Rahmen der „Schlüsselqualifikationen“ erwerben möchten, müssen mindestens zwei Workshops besuchen und eine Transferaufgabe erledigen (siehe Schema).

 

Schema Vergabe von ECTS-Punkten bei der Belegung von Tagesworkshops:

 

 

Modulname

 

 

Anzahl Tages-Workshops

 

 

ECTS-

Punkte

 

Transferaufgabe

 

 

Rüstzeug fürs Ehrenamt

 

2

 

 

1

 

 

alltagsbegleitend im jeweiligen Ehrenamt

 

4

 

 

2

 

6

 

 

3

 

 

Praxis zur Selbstbestimmung

 

2

 

 

1

 

 

Transfer-Reflexion

(halbtägiger Termin nach jedem Workshop)

 

4

 

 

2

 

6

 

 

3

 

 

 

Selbstbestimmung auf dem Weg in den Beruf

Die Teilnehmer beschäftigen sich damit, was ihnen im Leben eigentlich wichtig ist, was sie realisieren und erleben möchten und welchen Herausforderungen sie sich stellen wollen. Sie bekommen die Gelegenheit sich selbst einzuschätzen und zu überlegen, welche Einstellungen, Wertehaltungen, Motive und Selbstbilder sie haben und welche Begabungen, Wünsche, Motivationen und Leistungsvorsätze sie entwickeln wollen. Sie lernen, sich ihrer eigenen Emotionen, Körperempfindungen, Motivationen, Fähigkeiten und Erfahrungen gewahr zu werden und bei zukünftigem Handeln zu beachten.

Hierfür können die Studierenden im Modul „Praxis zur Selbstbestimmung“ aus einer Reihe von Tagesworkshops auswählen und dabei eigene Akzente setzen. Außerdem bieten wir dazu halbtägige Transfer-Reflexionen an, als Unterstützungsangebot für die erfolgreiche Umsetzung der Anregungen und Übungen aus den Tagesworkshops in den Alltag. Jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin nimmt verpflichtend einmal an einer Transfer-Reflexion teil.

Darüber hinaus bieten wir in dem Themenfeld auch Seminare an, in denen die Studierenden eine „Wert-volle“ Perspektive für ihre Zukunft entwickeln. Ausgehend von den eigenen Bedürfnissen, Ressourcen, Stärken und Talenten bekommen sie die Voraussetzung, ihre nächsten Schritte bewusst anzugehen und in Einklang mit ihren Voraussetzungen zu bestimmen: für sich selbst, für andere und mit anderen.

 

Lernort (Berufs-)Praxis

Im Themenfeld Lernort (Berufs-)Praxis wollen wir den Studierenden eine ihrer Studienwahl entsprechende berufliche Orientierung ermöglichen und den Raum für zusätzliche Qualifikationen schaffen, die für den späteren Berufsalltag interessant sind. Wir bieten praxisnahe Einblicke in verschiedene Berufsfelder und machen mit typischen Anwendungsszenarios vertraut.

Neu im Angebot ist der Kurs „Praktikum Plus“, der an der Universität Freiburg entwickelt wurde und den wir für unsere Bedürfnisse am KIT adaptiert haben. Der Kurs bietet Studierenden im Praktikum (freiwillig oder Pflichtpraktikum) ein strukturiertes Coaching im Blended-Learning-Format.

In Zukunft wollen wir verstärkt mit Unternehmen und Institutionen zusammenarbeiten, die neue, alternative Wege des Wirtschaftens und Zusammenarbeitens gehen und im Sinne einer ökonomischen und ökologischen Gerechtigkeit handeln. Unsere Studierenden sollen gerade dort praktische Erfahrungen sammeln und an Geschichten des Gelingens teilhaben.

 

Ehrenamt und gesellschaftliche Verantwortung

Das ehrenamtliche Engagement ist eine wesentliche Säule des zivilgesellschaftlichen Lebens. Viele Studierende beteiligen sich innerhalb und außerhalb der Universität in Gruppen und Vereinen an diesen Aktivitäten. Für sie bieten wir in dem Modul „Rüstzeug fürs Ehrenamt“ Tagesworkshops mit Themen an, die für die ehrenamtliche Arbeit in Hochschulgruppen und Fachschaften oder auch außerhalb der Universität besonders relevant sind. Viele dieser Themen haben sich aus der mehrjährigen Zusammenarbeit des HOC mit den Hochschulgruppen und Fachschaften des KIT ergeben. Wir sind aber für neue Themen offen und nehmen gerne weitere Vorschläge der Studierenden an!

Die Angehörigen von Hochschulgruppen und Fachschaften können sich für die Kurse prioritär anmelden. Sofern nach der ersten Anmeldephase noch Plätze zur Verfügung stehen, können alle Studierenden am KIT teilnehmen. Wir streben dadurch insbesondere an, dass der Kontakt von Mitgliedern und Nichtmitgliedern von Hochschulgruppen und Fachschaften verbessert wird und sich vielleicht auch weitere Studierende dazu entschließen, sich ehrenamtlich einzubringen.

 

Gelingende Lebensgestaltung

Dieses Themenfeld ist noch relativ klein, aber deswegen nicht weniger wichtig. Wir fragen, was eigentlich ein gelingendes oder ein gutes Leben ist. Und wer an diesem guten Leben alles teilhaben kann oder sollte. Dazu bieten wir einerseits einen eher personalen Fokus: Zum Beispiel, indem die Studierenden die Möglichkeit bekommen, sich mit ihre eigenen Grenzen und den Grenzen von anderen zu beschäftigen und den persönlichen Umgang damit bewusst(er) wahrzunehmen. Oder auch sich Aspekte von körperlicher und seelischer Gesundheit (der eigenen und der von anderen) anzuschauen. Andererseits fokussieren wir aktuelle Herausforderungen der ökologischen und global-gerechten Lebensführung und reflektieren unsere eigene Position im Verhältnis zu den Positionen Anderer. Wir möchten gemeinsam alltagstaugliche Maßnahmen zum verantwortungsvollen Umgang mit unserer Mit- und Umwelt entwickeln und überlegen, an was wir unser Handeln orientieren und wie wir diese Orientierung stabilisieren können.

In unseren Kursen geht es ums Machen, ums Ausprobieren, darum Neues zu wagen. Es geht um Handlungsorientierung und Selbstmotivation, darum die eigenen Absichten umzusetzen und in Bezug auf die Arbeitswelt zu reflektieren. Die Studierenden sollen sich als kompetente Mitgestalter einer fairen (Welt-)Gesellschaft erfahren und Kraft für die Umsetzung ihren ureigenen Lebenswünsche, Interessen und Fähigkeiten bekommen.

 

Grundlagen der Gegenwart – Herausforderungen der Zukunft (fachübergreifendes Orientierungswissen)

Dieses Themenfeld befindet sich im Umbruch. In der vergangenen Zeit haben wir vor allem Kurse angeboten, die einen Überblick über grundlegende Aspekte der gegenwärtigen Welt geben. Wir haben für Nicht-Spezialisten zum Beispiel erklärt, wie eine gewinnorientierte Wirtschaft funktioniert, was doppelte Buchführung ist, wie Unternehmen aufgebaut sind oder wie Verträge geschlossen werden.

Zunehmend wollen wir Kurse mit anderen Akzenten anbieten, die unseren Anspruch näher kommen, Zukunft als Gestaltungsraum zu begreifen. Wir wollen Themen fokussieren, die nicht nur für das Bestehen im Hier und Jetzt, im Status quo, qualifizieren, sondern die in die Zukunft verweisen und Herausforderungen adressieren, vor denen wir alle stehen. Die zentrale Herausforderung dürfte dabei sein, wie eine ökonomische und ökologische Gerechtigkeit erhalten bzw. erst verwirklicht werden kann. Und welcher Beitrag dazu jeder einzelne in seinem jeweiligen individuellen und gemeinschaftlichen Handlungsspielraum zu geben imstande ist.

Dafür wollen wir Kurse anbieten, die zunächst die institutionellen und gesellschaftlichen Voraussetzungen vorstellen, die erforderlich sind, um eine freiheitliche und pluralistische Ordnung zu erhalten, wiederzubeleben oder zu begründen. Darüber hinaus wollen wir im Sinne der Aufmerksamkeitsfokussierung solche Ansätze, Modelle, Theorien und Erfahrungen vorstellen, die alternative Wege des Wirtschaftens und des Miteinander-Lebens, im Kleinen wie im Großen, aufzeigen. Zugleich wollen wir unsere Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer einladen und ermutigen, sich selbst aktiv und gestaltend an dem Erhalt oder dem Aufbau dieser Ordnung zu beteiligen.

Wir sind daran interessiert, in diesem Themenfeld verstärkt online-basiert zu arbeiten. Das heißt, wir nehmen uns vor informative, gelungene Online-Angebote ausfindig zu machen (oder sie selbst herzustellen), die Antworten auf die Frage der ökonomischen und ökologischen Gerechtigkeit anbieten. In Präsenzveranstaltungen bringen wir unsere Studierenden zusammen und laden zum Austausch, Weiterdenken und Anverwandeln dieser Ansätze, Modelle, Theorien und Erfahrungen ein.