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Rechtsextreme vernetzen sich europaweit

13. Karlsruher Gespräche vom 6. bis 8. Februar 2009
Logo der 13. Karlsruher Gespräche
13. Karlsruher Gespräche

 

Mit dem Rechtsextremismus als Herausforderung für Europa beschäftigen sich die 13. Karlsruher Gespräche vom 6. bis 8. Februar 2009. Unter dem Titel „Rechts außen: Rechtsextremismus in Europa heute“ präsentiert das ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale der Universität Karlsruhe (TH) Vorträge, Diskussionen und künstlerische Aufführungen für  die interessierte Öffentlichkeit. 

  

„Jugendliche halten sich immer mehr in virtuellen Welten auf“, sagt Caroline Y. Robertson-von Trotha, Direktorin und Professorin des ZAK. Facebook und Web 2.0 ließen sich auch für nicht-demokratische Zwecke instrumentalisieren. Neben der Rolle der Medien und des Internets sowie der rechtsextremen Jugendkultur steht der Umgang mit Rechtsextremen im Mittelpunkt: Wie deckt der Staat Rechtsradikale auf? Welche demokratischen Freiheiten haben sie? Wie können Rechtsextreme für eine demokratische Gesellschaft gewonnen werden?

Den Eröffnungsvortrag am Freitag, 6. Februar, um 19.30 Uhr im SpardaEvent-Center, Baumeisterstraße 21, hält Wilhelm Heitmeyer. Der Bielefelder Professor für Sozialisation und Direktor des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit den Themen Rechtsextremismus, Gewalt und sozialer Desintegration.
Am Samstag spricht zunächst Birgit Rommelspacher, Psychologie-Professorin aus Berlin, ab 9.30 Uhr in der Industrie- und Handelskammer, Lammstraße, über Rechtsextremismus und die Mitte der Gesellschaft. Über die Wahl rechtsextremer Parteien in Belgien berichtet Marc Swyngedouw. Der Vorsitzende des Zentrums für soziologische Forschung (CESO) und Direktor des Instituts für soziale und politische Meinungsforschung (ISPO) an der Universität Leuven richtet seinen Blick auf die belgische rechtsextreme Partei „Vlaams Belang“ (Flämische Interessen) und zieht internationale Vergleiche. Dabei stellt er auch die Frage nach den Motiven der Wähler dieser rechtsextremen Partei.
Am Sonntag wird Cornelia Schmalz-Jacobsen, ehemalige Bundestagsabgeordnete der FDP und Ausländerbeauftragte der Bundesregierung, mit einem Impulsreferat die Podiumsdiskussion im SpardaEvent-Center einleiten. Schmalz-Jacobsen ist stellvertretende Vorsitzende von „Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.“ und Deutsche Vorsitzende von „Humanity in Action“. Bei der Podiumsdiskussion kommen vor allem Personen zu Wort, die sich auf politischer und sozialer Ebene täglich mit rechtslastigen Gruppen auseinandersetzen müssen. Ibraimo Alberto ist gebürtiger Mosambikaner und Ausländerbeauftragter der Stadt Schwedt an der Oder. Jörg Fischer-Aharon war als Jugendlicher aktiver Neo-Nazi und ist seit seinem Ausstieg Bildungsreferent zum Thema Rechtsextremismus in Berlin.

Das Abendprogramm gestalten der Fernsehsender ARTE und das ZKM | Karlsruhe mit einer Filmnacht, die das Thema der Karlsruher Gespräche in Dokumentar- und Kurzfilmen aufgreift. Das Badische Staatstheater veranstaltet eine Theaterpremiere in der „Insel“. Das Stück „So kam ich unter die Deutschen“ verbindet Textfragmente von Friedrich Hölderlin und Elfriede Jelinek sowie Musik von Schubert. Die Sparda-Bank Baden-Württemberg eG und die Stadt Karlsruhe sponsern die interkulturellen Tage.

Infos, Fotos und Programm finden sich unter www.zak.uni-karlsruhe.de.

 

Weitere Informationen:

ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale, Universität Karlsruhe (TH)

Leitung:  Prof. Dr. Caroline Y. Robertson-von Trotha, Direktorin des ZAK
Organisation:  Ina Scholl, ina schollGeu2∂zak uka de, Tel. 0721/608-7910
Pressearbeit:  Sigrid Peters, sigrid petersFkr5∂zak uni-karlsruhe de, Tel. 0721/608-8027

www.zak.uni-karlsruhe.de