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Zentrum für Lehrerbildung

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Wissenschaftliche Prüfung

Informationen für Studierende des Lehramts an Gymnasien

Aktuelle Informationen

Allgemeine Informationen

Dieser Text stellt lediglich eine unverbindliche Informationsquelle dar und kann keine Gewähr über die dargestellten Inhalte geben. Rechtsverbindliche Auskünfte erhalten Sie ausschließlich vom Landeslehrerprüfungsamt.

Das Studium und die Abschlussprüfungen werden durch die Verordnung des Kultusministeriums über die Wissenschaftliche Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien (Wissenschaftliche Prüfungsordnung) vom 13. März 2001 (WPO) geregelt. Diese ist seit dem 13. März 2007 für alle Studierenden verbindlich.

Überblick über diesen Artikel:

  • Die Wissenschaftliche Prüfung für das Lehramt an Gymnasien
  • Anmeldung zur Wissenschaftlichen Prüfung
  • Prüfung an einem Termin oder Aufteilung der Prüfung auf mehrere Termine?
  • Freiversuch
  • Berechnung der Note 

Die Wissenschaftliche Prüfung für das Lehramt an Gymnasien

Die Wissenschaftliche Prüfung hat nach §24 (1) WPO den Zweck, „die wissenschaftliche Befähigung in den jeweiligen Fächern für die jeweiligen Stufen des Gymnasiums“ nachzuweisen. Zum Umfang der Prüfung gehören „die Wissenschaftliche Arbeit, die mündliche Prüfung und gegebenenfalls die schriftliche Prüfung gemäß Anlage A sowie im Fach Sport die praktisch-methodische Prüfung gemäß Anlage D . Als Prüfungsleistungen gelten auch die studienbegleitenden Leistungsnachweise in den Pädagogischen Studien gemäß Anlage B und im Ethisch-Philosophischen Grundlagenstudium gemäß Anlage C.“ (§5 WPO).

Mit dem Bestehen der Erweiterungsprüfung in einem Hauptfach wird die wissenschaftliche Befähigung für den Unterricht in diesem Fach auf allen Stufen des Gymnasiums erworben. Mit dem Bestehen der Erweiterungsprüfung in einem Beifach wird die wissenschaftliche Befähigung für den Unterricht auf der Unter- und Mittelstufe des Gymnasiums erworben.“ (§25 (8) WPO)

Die Zulassungs- und Prüfungsanforderungen für die einzelnen Fächer sind nach Hauptfach und Beifach getrennt in der Anlage A der WPO dargestellt (im Fach Sport zusätzlich Anhang D). Im Anhang B finden Sie Informationen zu den Pädagogischen Studien und im Anhang C zum Ethisch-Philosophischen Grundlagenstudium.

Die Prüfung wird pro Jahr zu zwei Terminen (Frühjahr und Herbst) abgenommen. Zugelassen werden kann, wer (§8 WPO)

  • die Qualifikation für die Zulassung zu dem Studiengang besitzt,

  • die akademische Zwischenprüfung bestanden hat,

  • das Schulpraxissemester absolviert hat,

  • über die in Anhang A geforderten Scheine und über die in Anhang B und C genannten Nachweise über die Pädagogischen Studien und das Ethisch-Philosophische Grundlagenstudium verfügt. Bei der Meldung zur Prüfung müssen nicht alle Scheine vorgelegt werden, diese können bis zu einem bestimmten Stichtag nachgereicht werden.

Die Wissenschaftliche Prüfung für das Lehramt an Gymnasien ist keine universitäre Prüfung, auch wenn sie in den Räumen der Universität stattfindet und von Professoren der Universität begleitet wird. Es handelt sich um eine rein staatliche Prüfung. Daher ist für alle Fragen der Prüfung, der Prüfungsorganisation und der Durchführung ausschließlich das Landeslehrerprüfungsamt – Außenstelle beim Regierungspräsidium Karlsruhe, Hebelstraße 2, 76133 Karlsruhe zuständig, und nicht das Prüfungsamt der Universität Karlsruhe (TH).

 

Anmeldung zur Wissenschaftlichen Prüfung

Die Meldung zur Prüfung ist ausschließlich beim Landeslehrerprüfungsamt – Außenstelle beim Regierungspräsidium Karlsruhe möglich, und hat für beide Hauptfächer und ein eventuelles Ergänzungsfach gleichzeitig zu erfolgen. Die entsprechenden Formulare erhalten Sie beim Zentrum für Lehrerbildung, beim Landeslehrerprüfungsamt (Außenstelle Karlsruhe) oder im Download-Bereich des Landeslehrerprüfungsamts – Außenstelle Karlsruhe (Word-Format). Beachten Sie beim Ausdruck bitte unbedingt die angegebenen und vorgeschriebenen Papierfarben. Der Ausdruck erfolgt beidseitig, wo nichts anderes vermerkt ist.

  • Seite 1 und 2: Zulassungsantrag (orange)
  • Seite 9 bis 11: Aufstellung der Seminar- und Übungsscheine (hellblau, einseitig bedruckt)
  • Seite 21: Personalbogen (hellgrün, einseitig bedruckt)
  • Seite 25 und 26: Anmeldung zur Wissenschaftlichen Arbeit (rosa)
  • Seite 27 und 28: Abgabe der Wissenschaftlichen Arbeit (gelb)

Darüber hinaus benötigen Sie noch die Schwerpunkt-Themenblätter für Ihre Mündlichen Prüfungen. Diese erhalten Sie ebenfalls beim Landeslehrerprüfungsamt oder als Download im Zip-Format.

Für den Prüfungstermin im Herbst läuft die Anmeldung in der Regel vom 1. April bis zum 30. April, einzelne Scheine können bis  Ende Juli / Anfang August nachgereicht werden; für den Prüfungstermin im Frühjahr können Sie sich vom 1. Oktober bis zum 31. Oktober anmelden, einzelne Scheine können bis Ende Januar / Anfang Februar nachgereicht werden. Die genauen Termine entnehmen Sie bitte dem Download-Bereich des Landeslehrerprüfungsamts – Außenstelle Karlsruhe.

 

Prüfung an einem Termin oder Aufteilung der Prüfung auf mehrere Termine?

In §11 (1) WPO ist die Möglichkeit beschrieben, die Prüfungen auf zwei Termine aufzuteilen (Splitting). Hierbei gilt es allerdings zu beachten: „Bis Ende des 10. Semesters im Studium für das Lehramt an Gymnasien kann die Wissenschaftliche Prüfung nach Fächern sowie schriftlichen und mündlichen Prüfungsteilen in aufeinander folgende Termine aufgeteilt werden. Die schriftliche Prüfung muss der mündlichen Prüfung im jeweiligen Fach vorausgehen. Werden zwei schriftliche Prüfungsteile im Fach gefordert, können auch diese in aufeinander folgenden Terminen abgelegt werden, wenn die mündliche Prüfung im selben Prüfungstermin mit der zweiten schriftlichen Prüfung abgelegt wird. Nach dem Ende des 10. Studiensemesters wird die Wissenschaftliche Prüfung in allen Prüfungsteilen in einem Termin abgelegt. Dies gilt entsprechend für nach Satz 1 verbliebene Prüfungsteile.

Bei der Berechnung der Semesterzahl gilt folgende Regelung (§21 (2) WPO): Es „bleiben Semester unberücksichtigt und gelten nicht als Unterbrechung, wenn wegen längerer schwerer Krankheit oder aus einem anderen wichtigen Grund das Studium verhindert und eine Beurlaubung erfolgt war [...]. Soweit in Anlage A vorgeschriebene Kenntnisse in einer alten Fremdsprache nicht durch das Reifezeugnis nachgewiesen sind, bleiben je alte Fremdsprache zwei Semester unberücksichtigt. Ebenso bleiben Studienaufenthalte im fremdsprachigen Ausland bis zur Dauer von zwei Semestern - bei modernen Fremdsprachen zwei Semester je Fremdsprache - unberücksichtigt, wenn Bewerber an einer ausländischen Universität für das Studium eines oder mehrerer ihrer Hauptfächer eingeschrieben waren und nachweislich Lehrveranstaltungen in angemessenem Umfang, in der Regel von mindestens acht Semesterwochenstunden, in mindestens einem der Hauptfächer besucht und je Semester mindestens einen Leistungsnachweis erbracht haben. Ebenso bleiben bis zu zwei Semester bei einer Tätigkeit als Fremdsprachenassistent oder als Schulassistent im Ausland unberücksichtigt. Ferner bleiben Semester in angemessenem Umfang, höchstens jedoch bis zu zwei Semestern, bei einer Tätigkeit als gewähltes Mitglied in gesetzlich vorgesehenen Gremien oder satzungsmäßigen Organen der Hochschule unberücksichtigt. Insgesamt können bescheinigt durch die Universität nicht mehr als vier Semester unberücksichtigt bleiben.

Wollen Sie Ihre Prüfung an zwei Terminen ablegen, so müssen Sie sich spätestens im 10. Semester zur Prüfung anmelden. Die Prüfung im ersten Hauptfach findet dann im (bzw. nach dem) 10. Semester statt und im zweiten Hauptfach im (nach dem) 11. Semester. Um ausreichend Zeit für die Prüfungsvorbereitung zu haben, wird dringend empfohlen, das Studium so zu organisieren, dass Sie das Splitting in Anspruch nehmen können.

Beachten Sie bei der Organisation Ihrer Prüfung auch den veränderten Beginn des Vorbereitungsdients (Referendariat). Seit 2007 wurde dieser auf 18 Monate gekürzt, der Beginn ist jeweils am 1. Januar. Sollten Sie Ihre Prüfung im Frühjahr abschließen, hätten Sie eine Wartezeit von fast einem drei Viertel Jahr, die Sie überbrücken müssten.

 

Freiversuch

In §21 (1) WPO ist ein sogenannter Freiversuch geregelt, der unter bestimmten Voraussetzungen in Anspruch genommen werden kann: „Wird die Prüfung nach ununterbrochenem Studium in einem der Hauptfächer nicht bestanden, so gilt die Prüfung in diesem Hauptfach als nicht unternommen (Freiversuch), wenn

  1. an der schriftlichen Prüfung im ersten Hauptfach spätestens im 9. Semester teilgenommen sowie die Prüfung im zweiten Hauptfach spätestens im 10. Semester begonnen und

  2. die Wissenschaftliche Arbeit spätestens vor der mündlichen Prüfung im zweiten Hauptfach, außer in den Fällen des § 12 Abs. 3, fertigt gestellt und dem Prüfungsamt vorgelegt wurde.

Der Freiversuch kann nur in einem Fach wahrgenommen werden. Eine mehrmalige Inanspruchnahme dieser Regelung ist ausgeschlossen. Der Prüfungstermin im zweiten Hauptfach gilt unverändert, wenn im vorgezogenen Fach ein Freiversuch unternommen wird. Die erneute Prüfung nach einem Freiversuch ist spätestens zu dem Prüfungstermin abzulegen, der auf die letzte mündliche Prüfung folgt. Wird eine Sanktion nach §§ 17, 18 Abs. 1 oder 19 Abs. 2 ausgesprochen, findet die Freiversuchsregelung keine Anwendung

Eine nach einem Freiversuch bestandene Prüfung kann zur Verbesserung der Note wiederholt werden (§22 WPO).

 

 

Berechnung der Note

Die Wissenschaftliche Prüfung besteht aus den Teilbereichen

  • Wissenschaftliche Arbeit,

  • Prüfungsergebnis zu jedem der beiden Hauptfächer,

  • Pädagogisches Begleitstudium,

  • Ethisch-Philosophisches Grundlagenstudium.

    Für jeden dieser Bereiche wird eine eigene Note ermittelt. Jedes Ergebnis kann entweder eine halbe oder eine ganze Note sein. Sie haben die Wissenschaftliche Prüfung bestanden, wenn Sie in jeder dieser Teilnoten mindestens die Note ausreichend (4,0) erreicht haben.

    Die Note der Wissenschaftliche Prüfung errechnet sich aus der Note, die in jedem Fach erzielt wurde (jeweils 20-fache Gewichtung), der Note in der Wissenschaftlichen Arbeit (5-fache Gewichtung), der Note in den Pädagogischen Studien (3-fache Gewichtung) und der Note im Ethisch-Philosophischen Grundlagenstudium (2-fache Gewichtung). Sie wird auch eine Dezimalstelle gerundet. Je nach Note lautet das Prüfungsergebnis:

  • 1,0 bis 1,4: „Mit Auszeichnung bestanden”,

  • 1,5 bis 2,4: „Gut bestanden”,

  • 2,5 bis 3,4: „Befriedigend bestanden”,

  • 3,5 bis 4,0: „Bestanden”.

     

Weitere Informaitionen